verliebt

Schelte sie mit zügelloser Zunge, schimpf‘ sie einen Schuft –

Und zähl‘ dir dann all ihre kleinen Unzulänglichkeiten auf.

Pack‘ sie beim Kopf, zerrupf‘ das Hühnchen in der Luft –

Und reiß‘ ihr dabei all ihre bunten Daunenfedern aus.

 

Lass nicht einen klitzekleinen Funken Tugend an ihrer Haut –

Vertrau‘ ihr erst dann, wenn sie schweigt.

Aber lauf‘ ihr hinterher, wenn sie sich unverfolgt glaubt –

Das ist die einzige Chance, die dir bleibt.

 

Die Herbststürme – immerhin – halten den Oktoberhimmel in Schach –

Die Sonne nicht – es ist noch der Mond.

Doch heller wird es und klar –

So wie der Anfang einst war.

Verliebt hat sich noch immer jede zusätzliche Anstrengung gelohnt.

 

Es gibt andere Geschichten auf einem anderen Blatt Papier –

Doch jede ist mit der ersten verwandt.

Gemerkt hast du es nicht, wie sie sich los machte von dir

Und mit den schlohweißen Wolken verschwand.

 

Die Herbststürme …